Intention & Hintergrund
morena isabel ist 2018 in Zürich entstanden – mit der Idee, Kleidung zu machen, die ich selbst gerne tragen würde: unkompliziert, hochwertig, langlebig und möglichst verantwortungsvoll produziert.
Nachhaltigkeit war für mich von Anfang an ein wichtiger Teil der Marke. Während meiner Ausbildung und später in meiner Weiterbildung im Modedesign habe ich mich intensiv damit beschäftigt, was hinter der Modeindustrie steckt und welche Auswirkungen Fast Fashion auf Menschen und Umwelt hat.
Dabei wurde mir immer klarer, dass ich, wenn ich einmal meine eigene Marke gründe, genau wissen möchte, wo ein Kleidungsstück entsteht, wer daran arbeitet und welche Materialien dafür verwendet werden.
Als ich mit morena isabel begonnen habe, gab es in der Schweiz noch sehr wenige faire Modelabels und noch weniger Marken, die direkt in Zürich produzierten. Für mich war deshalb klar, dass ich meinen eigenen Weg gehen möchte. Nicht möglichst viele Trends, sondern Teile, die lange getragen werden können, sich gut kombinieren lassen und auch nach Jahren noch gerne getragen werden.
Persönliche Geschichte
Ich wollte eigentlich schon immer Modedesignerin werden. Zeichnen, Nähen und Basteln haben mich schon früh begeistert. Durch meinen Grossonkel, der Schneidermeister ist, wusste ich gleichzeitig, wie wichtig das Handwerk hinter einem Kleidungsstück ist.
Für mich war klar, dass ich zuerst richtig nähen lernen wollte, bevor ich Designs entwickle. Deshalb habe ich eine Ausbildung zur Schneiderin gemacht und mich danach im Bereich Modedesign weitergebildet.
Nach meiner Ausbildung habe ich schnell gemerkt, dass es in der Schweiz nicht besonders viele Stellen für Modedesignerinnen gibt. Also habe ich entschieden, es selbst zu versuchen.
2018, mit 22 Jahren, habe ich meinen ersten Laden in Zürich gemietet. Montag und Dienstag arbeitete ich damals noch in einer anderen Firma. Das Geld, das ich dort verdient habe, ging ziemlich genau für die Ladenmiete drauf. Von Mittwoch bis Samstag war ich in meinem eigenen Laden, habe Schnitte entwickelt, Stoffe zugeschnitten, genäht und die fertigen Teile direkt verkauft.
Alles war an einem Ort und ich war in jeden einzelnen Schritt involviert.
Mit der Zeit kamen immer mehr Kundinnen dazu, die Bestellungen wurden mehr und nach und nach wuchs auch mein Team. Gleichzeitig hat sich mein Stil weiterentwickelt. Die ersten Kollektionen waren noch farbiger. Mit der Zeit wurde immer klarer, was wirklich zu morena isabel passt: einfache Schnitte, schöne Stoffe, natürliche Farben und Kleidungsstücke, die sich immer wieder neu kombinieren lassen.
Material
Stoffe spielen für mich eine sehr grosse Rolle. Oft beginnt ein neues Kleidungsstück sogar mit einem Material und nicht mit einer fertigen Designidee.
Wenn ein Stoff eine schöne Struktur hat, gut fällt oder sich besonders weich anfühlt, braucht ein Kleidungsstück meiner Meinung nach oft gar nicht mehr so viel. Genau deshalb sind viele meiner Schnitte clean und reduziert.
Ich arbeite unter anderem mit TENCEL™ Modal, TENCEL™ Lyocell, Bio-Baumwolle, Leinen und Merinowolle und versuche, wenn möglich natürliche oder zellulosebasierte Fasern zu verwenden.
Dabei geht es mir nicht nur darum, wie ein Stoff auf dem Papier klingt. Er muss sich gut anfühlen, angenehm tragen lassen und auch nach längerem Tragen schön bleiben.
Die eher einfachen Schnitte haben aber noch einen zweiten Hintergrund. Wenn man in Zürich produziert, sind die Produktionskosten hoch. Von Anfang an musste ich deshalb einen Weg finden, hochwertige Materialien und faire Produktion miteinander zu verbinden, ohne dass ein Kleidungsstück am Ende unbezahlbar wird.
Produktion
Die Produktion in Zürich gehört seit dem ersten Tag zu morena isabel.
Auch heute befindet sich unser Atelier direkt hinter unserem Laden. Wer bei uns vorbeikommt, sieht vorne die fertigen Kleidungsstücke und hinten gleichzeitig unser Team beim Nähen. Diese Nähe zur Produktion ist mir sehr wichtig.
Mit dem Wachstum von morena isabel kamen wir irgendwann aber an einen Punkt, an dem wir nicht mehr alles selbst in Zürich produzieren konnten. Deshalb habe ich mich entschieden, unsere Everyday Basics bei einem Produktionspartner in Portugal herstellen zu lassen.
Das sind vor allem Modelle, die wir schon lange kennen, die immer wieder nachgefragt werden und in grösseren Stückzahlen produziert werden können.
Die Produktion in Portugal ersetzt unser Atelier in Zürich aber nicht. Ein grosser Teil unserer Kollektion entsteht weiterhin hier. Gerade kleinere Serien, spezielle Farben, neue Entwicklungen und ausgewählte Modelle werden weiterhin direkt von unserem Team in Zürich genäht.
Für mich ist diese Kombination heute der richtige Weg: Ein Teil unserer Basics kann in Portugal produziert werden und gleichzeitig können wir unser Atelier, unser Wissen und unsere lokale Produktion in Zürich erhalten.
Swiss Green Labels
Dass wir Teil von Swiss Green Labels sind, passt sehr gut zu morena isabel.
Gerade in der Schweiz gibt es nicht besonders viele kleine Modelabels, die noch selbst produzieren oder sich intensiv mit nachhaltiger Produktion beschäftigen. Umso wertvoller finde ich den Austausch mit anderen Marken, die mit ähnlichen Themen zu tun haben.
Man kann Fragen stellen, Erfahrungen teilen, sich gegenseitig weiterhelfen und manchmal tut es auch einfach gut zu merken, dass andere Unternehmen mit denselben Dingen kämpfen.
Denn nachhaltige Mode bedeutet für mich nicht, dass für alles automatisch eine perfekte Lösung existiert.
Auch wir lernen ständig dazu, verändern Dinge und versuchen, bessere Entscheidungen zu treffen.
Seit meinem ersten kleinen Laden im Jahr 2018 ist morena isabel gewachsen und vieles hat sich verändert. Was geblieben ist, ist die Idee dahinter: Kleidung zu machen, die ich schön finde, gerne trage und möglichst lange behalten möchte – aus guten Materialien und mit einer Produktion, bei der ich weiss, wo und wie unsere Teile entstehen.
Mitgliedschaft & Kontakt
Möchtest du Teil von Swiss Green Label werden? Um eine Mitgliedschaft zu beantragen, füll bitte unser Anmeldeformular aus – wir melden uns danach bei dir.
Hast du Fragen? Dann schreib uns eine E-Mail an hallo@swissgreenlabels.ch.